, Gottschalk Matthias

33. Erzgebirge Marathon (EBM) | 03.08.2025 | Königsklasse (100 km / 2800 Hm)

54. Platz in der Gesamtwertung | 11. Platz in der Altersklasse M50

Auch dieses Jahr ging es wieder Anfang August nach Seiffen zum ältesten Marathon von Deutschland. Die Rede ist vom Erzgebirge Marathon, auch bekannt als EBM-100. Die Erstaustragung war im Jahr 1993 mit gerade mal 273 Startern und galt als Gegenprogramm für den Sommer, da Seiffen eher für seine weihnachtlichen Holzfiguren bekannt ist und im Advent das Mekka für Weihnachtsenthusiasten ist. Bis 2017 wuchs dieses Event stetig bis auf 1.800 Starter an. Seitdem sind die Zahlen aber leider wie bei anderen Marathons rückläufig und erreichten in diesem Jahr knapp 1000 Teilnehmer. Nach der 30. Austragung im Jahr 2022 stand sogar das Ende dieser Traditionsveranstaltung im Raum. Aber dank freiwilliger Spenden von Teilnehmern zum Startgeld, den sogenannten Supportern, und neuer Sponsoren wurde die Veranstaltung fortgeführt.

Wie jedes Jahr werden die Wettkämpfe der ganz Kleinen und Nachwuchsfahrer am Samstag ausgetragen und mit dem Bergzeitfahren am „Alp de Wettin“ abgeschlossen. Vorher gibt es immer noch den nicht ernst gemeinten „Underpant Ride“, der jedes Jahr eine riesige Gaudi ist.

Das Hauptrennen am sogenannten „Race Day“ findet immer am Sonntag statt und hat drei Strecken im Angebot. Die 40 Kilometer für die „Bauern“, 70 Kilometer für die „Prinzen“ und 100 Kilometer für die „Könige“.

In diesem Jahr war der RSV erstmals in der Königsklasse bei den 100 Kilometern gemeldet. Für die richtige Rennatmosphäre war die Anreise bereits am Samstag, um das Base Camp auf dem temporären Campingplatz in der Nähe des Festplatzes aufzuschlagen. Es war sehr schön auch einige bekannte Gesichter zu treffen. Nachdem die Startunterlagen abgeholt waren, ging es gegen 17 Uhr mit 2 anderen Fahrern zur obligatorischen Vorbelastung. Dabei wurde auch die technische Abfahrt am „Seiffener Grund“ inspiziert. Die Abfahrt wurde, im Vergleich zu den letzten Jahren, etwas entschärft und ist nun technisch immer noch anspruchsvoll aber gut befahrbar.

Seiffen wäre nicht Seiffen, wenn es nicht regnen würde. Das ist ein wenig wie bei Wacken, wo der Schlamm die richtige Würze gibt. Bei leichtem Nieselregen machte das Aufstehen so richtig Spaß. Zum Glück hörte es aber pünktlich um 9 Uhr zum Start wieder auf und es herrschten perfekte Bedingungen während des Rennens. In Seiffen gibt es für alle Strecken gleichzeitig einen fliegenden Start. Damit wird das gesamte Feld erst einmal in Bewegung gesetzt, bevor der eigentliche Start nach etwa 1 Kilometer stattfindet. Insgesamt lief es auch dieses Jahr auf der großen Runde gut. Mit einer soliden Zeit von 05:43 Stunden konnte der 54. Platz (von 138) in der Gesamtwertung und der 11. Platz (von 33) in der Altersklasse M50 erreicht werden. Die Konkurrenz war echt stark.

Abschließend lässt sich festhalten, dass im kommenden Jahr wohl wieder die 70 Kilometer in Angriff genommen wird.

 

In diesem Sinne allzeit gute Fahrt!