3. Platz beim 12-Stunde Mountainbike Rennen in Schnaittach im 2er Team
Am 28.06.2025 fand wieder das gut etablierte 12-Stunden MTB Rennen in Schnaittach statt. Dies war mein erster Start in diesem Format und daher sehr gespannt, wie ich mich schlagen würde. Man konnte sich dort als Einzelfahrer oder 2er, 3er oder 4er Team melden. Zusammen mit Robert von den Leistungsschweinen sind wir als 2er Team angetreten. In den 12 Stunden darf jeweils ein Teammitglied auf den 7 Kilometer langen Rundkurs mit etwa 110 Höhenmetern sein. Die Wechseltaktik ist nicht vorgegeben. Nach 12 Stunden ist der Spaß rum und wer die meisten Runden zusammengefahren hat, gewinnt. So einfach ist das.
Bereits am Vorabend liefen die Vorbereitungen und Rennzelte wurden nach Schnaittach gebracht und aufgebaut. Zusammen mit anderen Teams haben wir in der Wechselzone ein schönes Plätzchen gefunden.
Der Start fiel dann am Samstag um 8 Uhr morgens. Robert hat die erste Runde übernommen. Wir haben uns dazu entschieden, erst einmal nach jeder Runde zu wechseln und dann im Verlauf des Rennens zu entscheiden, ob wir auch mal mehrere Runden am Stück fahren, damit der jeweils andere eine längere Pause hat. Nach knapp 18 Minuten war Robert auch schon wieder da und hat mir den „Staffelstab“ übergeben. Ich war etwas langsamer, aber auch in knapp 18 Minuten wieder zurück. Es war aber klar, dass dieses Tempo nicht die ganze Zeit geht. Relativ schnell haben wir uns auf dem 3. Platz eingenistet. Gegen Mittag, nach etwa 4 Stunden, holte das Team auf Platz 4 aber kontinuierlich auf. Ich hatte zu dem Zeitpunkt etwas Schwierigkeiten mit meinem Magen und meine Rundenzeiten stiegen Richtung 21 Minuten. Irgendwann war es dann soweit und die Verfolger waren rangekommen. Bei der Übergabe meinte Robert nur, dass Platz 4 rangekommen ist und schwupps waren die auch schon vor uns. Jetzt hieß es erst einmal nicht nervös zu werden. Es kamen noch tolle Hinweise in einer WhatsApp-Gruppe von Leuten auf dem Sofa, dass das Rennen noch lang sei und nichts entschieden ist. Toll! Meinem Magen ging es inzwischen wieder besser und meine Rundenzeiten stabilisierten sich bei 19 Minuten. Der Diesel lief jetzt ruhig und konstant. Unsere deutlich jüngeren Kontrahenten hatten wir inzwischen wieder überholt und wir waren zurück auf Platz 3. Aber abgeschüttelt hatten wir die zwei noch nicht. Und dann passierte es. Plötzlich war da ein ziemlicher Abstand der Verfolger. Wie sich herausstellte, durch einen Sturz. Das ist natürlich nicht schön. Den beiden ging es aber gut, nur war scheinbar jetzt die Moral hin, da nun die Rundenzeiten deutlich länger wurden. Dem 2. Platz kamen wir zum Ende dann noch gefährlich nahe. Aber letztendlich fuhren Robert und ich im Einerwechsel den 3. Platz ins Ziel. Um 20 Uhr war das Rennen dann vorüber und das war auch gut so. In Summe haben wir 37 Runden mit insgesamt 260 Kilometern und 4000 Höhenmetern absolviert. Wir waren mächtig stolz auf die Platzierung. Die Leistungsschweine haben in 2er Teams Platz 1, 2 und 3 belegt und die restlichen Teams deutlich auf die hinteren Plätze verwiesen. Der Preis war ein Laib Brot von einer Bäckerei aus Schnaittach. Tolle nachhaltige Idee. Später haben wir aber festgestellt, dass es ganz schön bescheuert ist, für ein Brot 130 Kilometer zu fahren. Egal, nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder dabei. Als Fazit lässt sich sagen: „Unterschätze niemals einen alten Mann auf seinem Fahrrad“.
In diesem Sinne allzeit gute Fahrt!